Die denkmalgeschützte und bei der Flutkatastrophe stark beschädigte Nepomukbrücke im Ahr-Ort Rech ist am Donnerstag weitgehend abgerissen worden. «Der Rückbau ist weitestgehend erledigt», sagte der Ortsbürgermeister Thomas Hostert (parteilos). «Der ganze Oberbelag ist schon weg.» Die denkmalgeschützte Nepomukbrücke ist inzwischen bundesweit bekannt. An den Pfeilern der Brücke von 1723 zerschellten bei der Flutkatastrophe im Juli 2021 Wohnwagen, Trümmerteile stauten die Wassermassen, die Brücke wurde schwer beschädigt und Teile des Ortskerns wurden komplett weggerissen. Der Abriss erfolgte nun wenige Tage nach dem zweiten Jahrestag der Flutkatastrophe vom 14. auf den 15. Juli. Bereits am Mittwoch habe der Rückbau begonnen, nachdem vor knapp zwei Wochen die Nepomuk-Statue samt Sockel gesichert worden war, sagte Ortsbürgermeister Hostert. Die Steine der Brücke würden zur Wiederverwendung sortiert. Anders als zunächst erwartet dauere der Rückbau nicht mehrere Wochen. Am Freitag solle es aber noch Arbeiten geben. Die Deutschen Stiftung Denkmalschutz kritisierte, der Abriss sei keinesfalls ein schonender Rückbau. «Alle historischen Informationen, die die Brücke - außerhalb der sichtbaren Bereiche - in sich trägt, gehen so verloren», teilte ihr Vorstand Steffen Skudelny mit. Die Steine des Bauwerks seien in der Ahr gelandet, schrieb die Stiftung. «Was mit ihnen passiert, ist offenbar nach wie vor ungewiss.»
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Nepomukbrücke im Ahrtal weitgehend abgerissen
Wie ein Mahnmal erinnerte die Nepomukbrücke an die Flutkatastrophe im Ahrtal. Jetzt wird das schwer beschädigte Bauwerk aus dem 18. Jahrhundert abgerissen. Kritik kommt vom Denkmalschutz.
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