In Mexiko ist erneut ein Journalist getötet worden. Juan Arjón López habe Kopfverletzungen durch stumpfe Gewalteinwirkung erlitten, teilte die Generalstaatsanwaltschaft des nordwestlichen Bundesstaats Sonora nach der Autopsie mit. Arjón ist mindestens der 14. in diesem Jahr getötete Journalist in Mexiko, wie die Organisation Article 19 auf Twitter schrieb. 2022 sei damit eines der blutigsten Jahre für die Presse in dem lateinamerikanischen Land. Arjón betrieb auf Facebook die Nachrichteseite «A qué le temes» - übersetzt: «Wovor hast Du Angst». Dort informierte er über lokale Themen aus der Stadt San Luis Río Colorado an der Grenze zu den USA. Seine Leiche wurde am Dienstag am Rand einer Landstraße gefunden. Bereits am 9. August hatten andere Reporter sein Verschwinden in den sozialen Netzwerken gemeldet. Mexiko war 2021 zum dritten Jahr in Folge das weltweit gefährlichste Land für Journalisten. Nach einem Bericht der Organisation Reporter ohne Grenzen waren im vergangenen Jahr sieben Journalisten im Zusammenhang mit ihrer Arbeit getötet worden. Oft stecken Drogenkartelle oder korrupte Lokalpolitiker hinter der Gewalt.
Bildnachweis: © Quetzalli Blanco/NOTIMEX/dpa
Copyright 2022, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Wieder Journalist in Mexiko getötet
Seit dem 9. August war er verschwunden. Nun wurde seine Leiche am Rand einer Landstraße gefunden. Juan Arjón López ist mindestens der 14. in diesem Jahr getötete Journalist in Mexiko.
Meistgelesene Artikel
Das Verschwinden der Mutter von US-Moderatorin Savannah Guthrie sorgte in den USA Anfang des Jahres für großes Aufsehen. Nun berichten US-Medien über eine mutmaßliche Nachricht der Entführer.
- 30. Juni 2026
45-Jähriger in U-Haft - Trauer nach Tat in Stade
Ein Termin zum Sorgerecht für ein Baby endet tödlich. Sechs Menschen, die vermitteln und helfen wollten, sterben. Am Tag danach kommt der 45-Jährige in U-Haft.
Sechs Tote, mehrere Verletzte: Ein Gewaltverbrechen erschüttert eine Jugendhilfeeinrichtung im niedersächsischen Stade. Die Behörden teilen erste Erkenntnisse.
Neueste Artikel
- 13. Juli 2026
Deutscher stirbt bei Absturz mit Gleitschirm am Gardasee
Erst am Wochenende zwei tödliche Unfälle - nun schon wieder: Nach dem Start verliert ein 61 Jahre alter Urlauber in Italien die Kontrolle über sein Fluggerät. Alle Hilfe kommt zu spät.
- 13. Juli 2026
Social-Media-Verbot? Was Experten von der Leyen raten
Ab wann ist man alt genug für TikTok, Snapchat und Co.? Experten sollten für die EU-Kommission klären, ob es ein Social-Media-Verbot braucht. Ihre Antworten sind auch für die deutsche Debatte wichtig.
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 13. Juli 2026
Deutscher stirbt bei Absturz mit Gleitschirm am Gardasee
Erst am Wochenende zwei tödliche Unfälle - nun schon wieder: Nach dem Start verliert ein 61 Jahre alter Urlauber in Italien die Kontrolle über sein Fluggerät. Alle Hilfe kommt zu spät.
- 13. Juli 2026
Social-Media-Verbot? Was Experten von der Leyen raten
Ab wann ist man alt genug für TikTok, Snapchat und Co.? Experten sollten für die EU-Kommission klären, ob es ein Social-Media-Verbot braucht. Ihre Antworten sind auch für die deutsche Debatte wichtig.

