6. Oktober 2022 / Aus aller Welt

Biden besucht US-Bundesstaat Florida nach Hurrikan «Ian»

Auch eine Woche nach Hurrikan «Ian» ist Florida noch weit von der Normalität entfernt - die Aufräumarbeiten gehen weiter. US-Präsident Biden hat sich nun ein Bild von der Lage gemacht.

US-Präsident Joe Biden (r) und seine Frau Jill Biden (2.v.r) begutachten mit Floridas Gouverneur Ron DeSantis und dessen Frau Casey DeSantis die von Hurrikan «Ian» veursachten Schäden in...
Veröffentlicht am 6. Oktober 2022 um 01:31 Uhr

US-Präsident Joe Biden hat den Menschen im US-Bundesstaat Florida rund eine Woche nach dem verheerenden Hurrikan «Ian» Unterstützung versprochen. «Später, wenn die Fernsehkameras weitergezogen sind, werden wir immer noch hier bei Ihnen sein», sagte Biden bei einem Besuch in der schwer getroffenen Stadt Fort Myers.

Biden betonte allerdings, dass der Wiederaufbau sehr viel Zeit in Anspruch nehmen werde - und es Jahre dauern könne, bis alle Schäden beseitigt seien. Unterdessen ging in Florida die Suche nach Vermissten weiter.

Mindestens 80 Tote

«Ian» war vergangene Woche als Hurrikan der Stufe vier von fünf in Florida auf Land getroffen. Bei seinem Zug quer über den südlichen US-Bundesstaat richtete er gewaltige Schäden an und kostete Dutzende Menschen das Leben. US-Medien gehen von mindestens 80 Toten aus. Der Sender CNN zählte in Florida mehr als hundert Todesopfer. Etliche Häuser wurden zerstört und Straßen weggespült. Auf der Insel Sanibel Island vor Fort Myers sind die Schäden Medien zufolge so schwerwiegend, dass offen ist, wann sie wieder bewohnbar sein wird.

Der US-Präsident und seine Ehefrau Jill machten sich am Mittwoch unter anderem in einem Hubschrauber ein Bild von der Lage. «Ich denke, dass die Diskussion darüber, ob es Klimawandel gibt oder nicht, endlich beendet ist und wir etwas dagegen tun sollten», sagte Biden außerdem mit Blick auf «Ian». Bei seinem Besuch in Fort Myers kam der Demokrat Biden auch mit dem republikanischen Gouverneur von Florida, Ron DeSantis, zusammen. Die beiden sind politische Gegner. DeSantis wird neben Ex-Präsident Donald Trump als möglicher Präsidentschaftskandidat der Republikaner gehandelt.

DeSantis: Schlimmste Befürchtungen wurden wahr

Man rechne damit, dass diese Wirbelstürme wirklich schlimm werden könnten, sagte DeSantis bei einem gemeinsamen Auftritt mit Biden. Oftmals trete dies dann aber gar nicht ein. Bei «Ian» seien allerdings die schlimmsten Befürchtungen wahr geworden. Er versprach den Menschen in Florida unbürokratische Unterstützung.

DeSantis zufolge ist die Stromversorgung im gesamten Bundesstaat zu 97 Prozent wiederhergestellt. Im Bezirk Lee County, in dem auch Fort Myers liegt, seien es aber bisher lediglich 85 Prozent. In Lee County traf «Ian» mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 240 Kilometern pro Stunde auf Land - in dem Bezirk sind die Schäden besonders groß.


Bildnachweis: © Evan Vucci/AP/dpa
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